ZU GAST IM MUSEUM FRANZ GERTSCH

DIE KWS-SAMMLUNG ZU GAst im museum franz Gertsch


Die Keller-Wedekind-Stiftung freut sich ein neues Engagement für die Schweizer Kunst anzukündigen. Eine Auswahl ihrer Sammlung wird ab 2020 alle zwei Jahre in einer Ausstellung im Museum Franz Gertsch präsentiert. 

Die Ausstellung "Interieur - Exterieur" im Kabinett des Museums Franz Gertsch gewährt, ausgehend von Neuankäufen aus den Jahren 2018 bis 2020, erstmals einen Einblick in die Sammlung der Keller-Wedekind-Stiftung.

 

Die Ausstellung wurde von Anna Wesle kuratiert.

 


INTERIEUR – EXTERIEUR


24.Oktober 2020 bis 29. August 2021


Gesprächsrunde mit den Kunstschaffenden Sonntag, 2. Mai 2021, 11 Uhr



         

                     NZZ am Sonntag vom 10. Januar 2021







 

 


Künstlerinnen und Künstler als Seismographen unserer Zeit zu bezeichnen, schreibt ihnen die besondere Fähigkeit zu, Erschütterungen und Wellen verschiedener Art zu erspüren und in ihre Kunst einfliessen zu lassen: Erschütterungen und Wellen unserer Welt, aber auch ihrer eigenen Welt und ihres eigenen Lebens. In einer Zeit, in der wir auf uns selbst und den engen Familienkreis zurückgeworfen wurden, uns wieder mehr in die eigenen vier Wände zurückziehen mussten und viele Gewohnheiten und Sicherheiten in Frage gestellt wurden, richtet sich der Fokus dieser Sammlungspräsentation auf das Innen und das Aussen: Auf der einen Seite die Figur im Interieur, sinnend, nach innen und aussen blickend. Was bedeutet uns die Behausung, wie richten wir uns in ihr ein, wie ist der Bezug zum Aussen? Auf der anderen Seite die Figur im Exterieur, erforschend und erlebend. Die Natur mit den Spuren der Zivilisation und die Natur ganz ohne den Menschen. Wie gehen wir mit unserer Umgebung um, wie haben wir sie und wie hat sie uns verändert? Fragen, mit denen sich vielleicht die Künstlerinnen und Künstler bei der Arbeit an diesen Werken beschäftigt haben – Fragen, die sich die Betrachtenden beim Anblick der Kunstwerke stellen können.


In der Auswahl von 30 Gemälden, Arbeiten auf Papier und Fotografien werden die feinen, leisen Schwingungen des alltäglichen Lebens und Empfindens aufgefangen. Dabei zeigt sich in der Ausstellung auch deutlich die schöpferische Kraft der künstlerischen Hand: Mit wenigen Mitteln etwas entstehen zu lassen wird uns ebenso vor Augen geführt wie die Andeutung einer möglichen Zerstörung.

 

Anna Wesle

Kuratorin Museum Franz Gertsch


Vertreten sind Werke von Silvia Bächli, Klodin Erb, Marc-Antoine Fehr, Bendicht Fivian, Silvia Gertsch, Thomas Huber, Georgine Ingold, Zilla Leutenegger, Stephan Melzl, Chantal Michel, Josef Felix Müller, Andrea Muheim, Thomas Ritz, Tobias Weber, Cécile Wick, Uwe Wittwer und Helena Wyss-Scheffler.


          KWS zu Gast im Museum Franz Gertsch